Nachruf Andy Hallwaxx

© Fritz Novopacky

Die Sommerspiele Melk trauern um Andy Hallwaxx, der in der Nacht auf 6. Dezember völlig unerwartet verstorben ist.

Andy Hallwaxx hat als Regisseur und Autor 2010 die Musikrevue der Sommerspiele Melk aus der Taufe gehoben und dieses „Melker Format“ miterfunden und heuer mit „One Vision“ eine Erfolgsproduktion in der Wachauarena gestaltet. 

Er war ein Meister der Komödie und des musikalischen Unterhaltungstheaters und mitten in den Vorbereitungen für seine Inszenierung im kommenden Sommer.

Unsere Anteilnahme gilt insbesondere seiner Familie, seinen Freundinnen und Freunden, die von seinem plötzlichen Tod genauso überrascht wurden wie wir Kolleginnen und Kollegen.

Biographie

Andy Hallwaxx wurde 1967 in Kemeten/ Burgenland geboren und war als Regisseur, Schauspieler und Autor tätig. Vom Kindertheater über seine eigene Theatertruppe (Hall & Waxx Company) kam der gelernte Friseur ans Volkstheater Wien, wo er zehn Jahre im Ensemble war. Seine Regietätigkeit führte ihn vom Volkstheater u.a. an die Staatsoperette Dresden, an das Musiktheater Linz, zu den Schlosspielen Kobersdorf, zum Carinthischen Sommer, ans Rabenhoftheater, Metropol Wien, zu den Sommerspielen Melk, Oper Klosterneuburg, Schlossspiele Weitra, Stadttheater Berndorf, Metropol Wien, Bar jeder Vernunft, BKA Berlin, Bronski und Grünberg Theater und zum Musikverein in Wien. Als Schauspieler war er u.a. an der Wiener Staatsoper, am Theater an der Wien, am Volkstheater Wien, am Stadttheater Klagenfurt, im Musikverein Wien, im Wiener Konzerthaus, in der Glocke in Bremen, im Metropol Wien, in der Kulisse Wien und im Gasteig in München engagiert. Als Filmschauspieler war er in Serien wie Die Bergretter, SOKO Donau, Schnell ermittelt, Der Fall des Lemming, Der Winzerkönig, Trautmann, Kommissar Rex in Episodenrollen zu sehen. 2004 sind seine Bühnenwerke im Österreichischen Theater Verlag (Kaiser Verlag) erschienen. 1997 – 2004 war er Leiter des Carinthischen Kindersommers.

„Andy war ein Theatermensch, wie er im Buche steht. Voll sprühender Phantasie, Tatendrang und Humor, einem enormen Wissen und Repertoire konnte er Pointen setzen wie kaum wer anderer. Vor wenigen Tagen haben wir bestens gelaunt die nächsten Schritte unserer gemeinsamen Arbeit besprochen, ich kann es ehrlicherweise noch immer kaum fassen, dass er nicht mehr ist.“
Alexander Hauer