Das Festival

Dramaturgie

Wachau anderes erleben

Stimmungsvolle Atmosphäre und künstlerische Köstlichkeiten – das ist das Konzept von Wachau in Echtzeit. Wenn die Schauspielerin Ursula Strauss ihre Künstler-Kollegen in die herbstlich-winterliche Wachau lädt entstehen, neue Konstellationen und werden außergewöhnliche und intime Spielstätten erschlossen. Dabei geht es immer um Qualität und das Ermöglichen eines unmittelbaren Kunstgenusses.
Der Veranstaltungsschwerpunkt wurde bewusst in den November gelegt, wo bereits Ruhe in die Wachau einkehrt, und die Besucher die Stille im Welterbe Wachau genießen können. Im Gegensatz zu anderen Festivals und Programmreihen wird bei Wachau in Echtzeit nicht bloß Spannendes „eingekauft". Vielmehr wählt Ursula Strauss Künstler aus, mit denen sie selbst bereits gearbeitet und künstlerische Projekte umgesetzt hat. Zudem animiert sie ihre Kollegen neue Programme für die intimen Spielstätten in der Wachau zu entwickeln.
Wachau in Echtzeit erschließt den Besuchern einzigartige Räume in der Wachau abseits der touristischen Hauptsaison – ein Muss für Menschen, die das Besondere suchen.

Geschichte

An beiden Ufern der Donau

2012 wurde mit Wachau in Echtzeit eine Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen, um mit künstlerischen Impulsen und Akzenten das Welterbe Wachau von einer gänzlich anderen, intimen Seite zu präsentieren. Von Anfang an ist der österreichische Schauspiel-Star Ursula Strauss, die selbst in der Region ihre Wurzeln hat, für das Programm verantwortlich.  
Der Zeitpunkt der Veranstaltungen wie auch  die Aufführungsorte verlangen nach einer besonderen Herangehensweise.
So findet die Veranstaltungsreihe von Ende Oktober und bis Anfang Dezember abseits der touristischen Hauptzeiten in der Wachau statt. Bespielt werden dabei kleine, oft als Veranstaltungsorte unbekannte Räumlichkeiten, die durch ihr besonderes Ambiente und ihre Ursprünglichkeit bestechen. Von der Region und dem Ambiente inspiriert, entwickeln die eingeladenen Künstlerinnen und Künstler oft neue Programme. So entstehen vielschichtige Kontraste und ein besonderer Spannungsbogen zwischen Location – Geschichte – Programm und Künstlern. Eine Besonderheit stellen auch manche Leitlinien für die Programmierung dar: Denn Ursula Strauss lädt ausschließlich Künstlerinnen und Künstler ein, mit denen sie eine persönliche Arbeitsbeziehung verbindet und mit denen sie einen direkten künstlerischen Austausch pflegt. Ein außergewöhnlicher Spielplan für besondere Orte.


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Ursula Strauss

Ursula Strauss fühlt sich in der Wachau zuhause. Die Orte, die Landschaft, die Plätze an denen gespielt wird: all das ist Teil ihres Lebens und begleitet sie seit ihrer Kindheit. So ist es auch kein Wunder, dass die Schauspielerin als Künstlerische Leiterin von Wachau in Echtzeit immer wieder ungewöhnliche Kombinationen entwickelt.

Sie lädt Künstler und Künstlerinnen dazu ein, sich neu zu erfahren, oder Bekanntes an ungewöhnlichen Plätzen zu zeigen. Intime Räume als Spielorte lassen den Funken zwischen den Akteuren auf der Bühne und dem Publikum rasch überspringen und tragen wesentlich zum Kunsterlebnis bei.

Mehr über Ursula Strauss erfahren Sie  HIER.

© www.spitz-wachau.com

Schloss Spitz, Renaissance-Saal

Im 16./17. Jahrhundert wurde an Stelle der bereits im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnten „Niederen Feste“ ein Renaissance-Schloss errichtet. Der Renaissance-Saal mit Nebenräumen sowie die Kellergewölberäume und der Innenhof werden heute für Veranstaltungen genutzt.

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© www.spitz-wachau.com

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Schloss Spitz, Renaissance-Saal

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© Löff

Kellerschlössel Domäne Wachau, Dürnstein

Das nach Plänen von Jakob Prandtauer in den Jahren 1714 bis 1719 erbaute barocke Kellerschlössel, diente Hieronymus Übelbacher, Probst des Stiftes Dürnstein, ursprünglich als „Lustschlössel“ für Weinverkostungen. Nach der umfassenden Restaurierung im Jahr 2006, erstrahlen Fresken, Stuck und Wandmalereien wieder in neuem Glanz. Heute ist das Kellerschlössel ein sehenswertes Kleinod der Wachau und einer der intimsten Veranstaltungsorte von Wachau in Echtzeit.

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Kellerschlössel Domäne Wachau, Dürnstein

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© www.salzstadl.at

Salzstadl, Krems/Donau

Im gemütlichen Ambiente der Gaststube verbindet der Salzstadl traditionelle Wirtshauskultur mit Kulturgenuss. Den Salzstadl gibt es seit über 500 Jahren, das Wirtshaus darin wurde im Dezember 1999 eröffnet. Seither werden die Gäste kulinarisch sowie musikalisch verwöhnt. 

© www.salzstadl.at

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Salzstadl, Krems/Donau

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© Wachaufestspiele Weißenkirchen

Teisenhoferhof, Weissenkirchen

Bereits im Jahr 1335 errichtet, wurde der ursprünglich gotische Gebäudekomplex von Heinrich Teisenhofer zwischen 1439 und 1465 vergrößert und später von Michael Gebl im Renaissancestil umgebaut. Aus dieser Zeit stammen die Wehrmauern mit den Zinnen und der Arkadenhof. Heute ist der Teisenhoferhof im Besitz der Gemeinde Weißenkrichen und bietet als kulturelles Zentrum die Plattform für einmalige Veranstaltungen in historischem Ambiente.

© Wachaufestspiele Weißenkirchen

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Teisenhoferhof, Weissenkirchen

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© Daniela Matejschek

Tischlerei Melk Kulturwerkstatt

Kaum irgendwo anders ist der Begriff „Kulturwerkstatt“ so passend wie in der Tischlerei Melk, ist diese Bühne doch seit 2009 in den ehemaligen Produktionsräumen der Firma Fürst Möbel beheimatet. Der Bau in der Jakob Prandtauer-Strasse stammt aus den 1950er Jahren. Heute ist die Tischlerei Melk ein Ort der Kunst und Kultur sowie Unterhaltung, zugleich auch gesellschaftspolitischer Hotspot und Begegnungsort.

© Daniela Matejschek

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Tischlerei Melk Kulturwerkstatt

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© Herta Hurnaus

Klangraum Krems Minoritenkirche, Krems-Stein

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Minoritenkirche Stein ist seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert säkularisiert. Seit Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts fungiert der wunderbar atmosphärische Raum, der mit Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert geschmückt ist, als „Kunstraum“.

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© Herta Hurnaus

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Klangraum Krems Minoritenkirche, Krems-Stein

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Weingut Polz

Das Weingut besteht bereits seit dem Jahr 1893. Von Eduard und Anna Polz gegründet, wurden das Weingut und das Wissen rund um den edlen Tropfen von einer Generation zur anderen weitergegeben. Seit 1986 bewirtschaften Erich und Brigitte Polz den Familienbetrieb, mittlerweile tatkräftig unterstützt vom Nachwuchswinzer Herbert Polz. 2001 erfolgte der Umbau des Weinkellers, um der heutigen schonenden Verarbeitungsweise der Trauben und Technologie gerecht zu werden. Im Zeitraum von 2008 – 2012 wurde der Betrieb durch den Bau von 4 Gästezimmern und einem Wintergarten für den Heurigenbetrieb erweitert.

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Weingut Polz

Wallfahrtskirche Maria Langegg

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Wallfahrtskirche Maria Langegg

Lorenz Wachau

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Lorenz Wachau

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Weingut Donabaum in der Spitz - Martin & Alexandra Donabaum

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Weingut Donabaum in der Spitz - Martin & Alexandra Donabaum

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© photo graphic art

Barockkeller

Von 1650 bis 1652 ließ Abt Valentin Embalner einen Weinkeller unter den Trakt zwischen heutigem Priorat und der Konventküche aus dem gewachsenen Fels hauen. Die zwei gewaltigen Gewölbetonnen des Kellers sind heute noch erhalten (= „großer Barockkeller“). 1713 – 14 errichtete Jakob Prandtauer weitere Kellerräume westlich davon und zwar unterhalb des Priorates und der Prälatur (=„kleiner Barockkeller“). 1718 – 1720 wurde das Gebäude über dem unter Abt Embalner errichteten Keller abgerissen und neu aufgemauert. Um diese Bauten statisch abzusichern, verstärkte Jakob Prandtauer die Gewölbebögen zwischen den beiden Kellern. Einige originale Bögen sind auch noch unverstärkt erhalten geblieben. Als dann unter Abt Clemens Moser (1868/69) der Trakt über der Konventküche bzw. der heutigen Tischlerei umgebaut und Klassenräume für das Stiftsgymnasium eingebaut wurden, mussten im Keller weitere (viereckige) Säulen als Gewölbestützen errichtet werden. Diese Kellerräume dienten im Laufe der Zeit vielfältigen Zwecken. In der Zeit der Türkenbelagerung fanden 1683 z.B die Melker Bürger hier Zuflucht vor den anstürmenden türkischen Kriegsscharen. Während der Franzosenkriege, als das Stift Melk von etwa 1000 französischen Soldaten belagert wurde, sind diese auch in den Keller eingedrungen und sollen die stiftlichen Weinvorräte ausgetrunken haben. Aus dieser Zeit stammt auch der Eintrag in die Stiftschronik, dass Napoleon gesagt haben soll, in Melk seien die Weinkeller so groß, dass man darin vierspännig herumfahren könne. Im Zweiten Weltkrieg diente der Keller als Luftschutzbunker für die Melker Bevölkerung. Der große Barockkeller war bis in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts Weinkeller und wurde dann nach der Verpachtung der stiftlichen Weinberge bis zu seiner Adaptierung als Veranstaltungskeller als Lagerraum verwendet, wo alles mögliche, vor allem im Zusammenhang mit der großen Stiftsrestaurierung, deponiert wurde und teilweise bis an die Decke gestapelt war. Der unter Jakob Prandtauer errichtete kleinere Teil des Kellers blieb bis zum Beginn des Umbaus 1998 Weinkeller bzw. wurde ein Teil auch bis 1965 als Kellerstüberl verwendet.

 

In den Jahren 1998 – 2000 kam es als Vorbereitung für die NÖ Landesausstellung 2000 zu Umbauten in beiden Kellerbereichen (Plan Baumeister Johann Kräftner). Eine steile Stiege wurde durch Einbau eines Aufzugs mit Ausgängen in die Ebene des Prandtauer-Kellers und in die unterste Ebene unterbrochen. Zur vorhandenen Stiege in diesen Keller wurde eine zweite auf der anderen Seite des Kellers eingebaut. Bei den Bauarbeiten fand man den alten Ausgang in den Prälatenhof, in den teilweis die heute neue Stiege eingebaut wurde. Der kleine Barockkeller unter der Prälatur führt zur Kaiserstiege. Im Zuge der Arbeiten 1998 – 2000 wurde dort über die vorhandene Eisgrube und durch den Felsen ein Gang gebaut bzw. geschlagen, der zu einem Aufzug in den Südtrakt des Stiftes führt. Diese Arbeiten brachten eine Restaurierung und Revitalisierung der Kellerräumlichkeiten. Im Jahr 2000 konnten sie somit einen Teil der NÖ Landesausstellung ›Die Suche nach dem verlorenen Paradies – Europäische Kultur im Spiegel der Klöster‹ beherbergen und werden seit 2001 für mannigfaltige kulturelle, haus- und schuleigene Veranstaltungen genutzt.

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Schloss Spitz, Renaissance-Saal

Im 16./17. Jahrhundert wurde an Stelle der bereits im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnten „Niederen Feste“ ein Renaissance-Schloss errichtet. Der Renaissance-Saal mit Nebenräumen sowie die Kellergewölberäume und der Innenhof werden heute für Veranstaltungen genutzt.

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Kellerschlössel Domäne Wachau, Dürnstein

Das nach Plänen von Jakob Prandtauer in den Jahren 1714 bis 1719 erbaute barocke Kellerschlössel, diente Hieronymus Übelbacher, Probst des Stiftes Dürnstein, ursprünglich als „Lustschlössel“ für Weinverkostungen. Nach der umfassenden Restaurierung im Jahr 2006, erstrahlen Fresken, Stuck und Wandmalereien wieder in neuem Glanz. Heute ist das Kellerschlössel ein sehenswertes Kleinod der Wachau und einer der intimsten Veranstaltungsorte von Wachau in Echtzeit.

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Salzstadl, Krems/Donau

Im gemütlichen Ambiente der Gaststube verbindet der Salzstadl traditionelle Wirtshauskultur mit Kulturgenuss. Den Salzstadl gibt es seit über 500 Jahren, das Wirtshaus darin wurde im Dezember 1999 eröffnet. Seither werden die Gäste kulinarisch sowie musikalisch verwöhnt. 

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Teisenhoferhof, Weissenkirchen

Bereits im Jahr 1335 errichtet, wurde der ursprünglich gotische Gebäudekomplex von Heinrich Teisenhofer zwischen 1439 und 1465 vergrößert und später von Michael Gebl im Renaissancestil umgebaut. Aus dieser Zeit stammen die Wehrmauern mit den Zinnen und der Arkadenhof. Heute ist der Teisenhoferhof im Besitz der Gemeinde Weißenkrichen und bietet als kulturelles Zentrum die Plattform für einmalige Veranstaltungen in historischem Ambiente.

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Tischlerei Melk Kulturwerkstatt

Kaum irgendwo anders ist der Begriff „Kulturwerkstatt“ so passend wie in der Tischlerei Melk, ist diese Bühne doch seit 2009 in den ehemaligen Produktionsräumen der Firma Fürst Möbel beheimatet. Der Bau in der Jakob Prandtauer-Strasse stammt aus den 1950er Jahren. Heute ist die Tischlerei Melk ein Ort der Kunst und Kultur sowie Unterhaltung, zugleich auch gesellschaftspolitischer Hotspot und Begegnungsort.

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Klangraum Krems Minoritenkirche, Krems-Stein

Die aus dem 13. Jahrhundert stammende Minoritenkirche Stein ist seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert säkularisiert. Seit Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts fungiert der wunderbar atmosphärische Raum, der mit Wandmalereien aus dem 14. Jahrhundert geschmückt ist, als „Kunstraum“.

Minoritenkirche Krems Außen_Sto GesmbH,Christian Schellander.jpg

 

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Weingut Polz

Das Weingut besteht bereits seit dem Jahr 1893. Von Eduard und Anna Polz gegründet, wurden das Weingut und das Wissen rund um den edlen Tropfen von einer Generation zur anderen weitergegeben. Seit 1986 bewirtschaften Erich und Brigitte Polz den Familienbetrieb, mittlerweile tatkräftig unterstützt vom Nachwuchswinzer Herbert Polz. 2001 erfolgte der Umbau des Weinkellers, um der heutigen schonenden Verarbeitungsweise der Trauben und Technologie gerecht zu werden. Im Zeitraum von 2008 – 2012 wurde der Betrieb durch den Bau von 4 Gästezimmern und einem Wintergarten für den Heurigenbetrieb erweitert.

Wallfahrtskirche Maria Langegg

Lorenz Wachau

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Weingut Donabaum in der Spitz - Martin & Alexandra Donabaum

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Barockkeller

Von 1650 bis 1652 ließ Abt Valentin Embalner einen Weinkeller unter den Trakt zwischen heutigem Priorat und der Konventküche aus dem gewachsenen Fels hauen. Die zwei gewaltigen Gewölbetonnen des Kellers sind heute noch erhalten (= „großer Barockkeller“). 1713 – 14 errichtete Jakob Prandtauer weitere Kellerräume westlich davon und zwar unterhalb des Priorates und der Prälatur (=„kleiner Barockkeller“). 1718 – 1720 wurde das Gebäude über dem unter Abt Embalner errichteten Keller abgerissen und neu aufgemauert. Um diese Bauten statisch abzusichern, verstärkte Jakob Prandtauer die Gewölbebögen zwischen den beiden Kellern. Einige originale Bögen sind auch noch unverstärkt erhalten geblieben. Als dann unter Abt Clemens Moser (1868/69) der Trakt über der Konventküche bzw. der heutigen Tischlerei umgebaut und Klassenräume für das Stiftsgymnasium eingebaut wurden, mussten im Keller weitere (viereckige) Säulen als Gewölbestützen errichtet werden. Diese Kellerräume dienten im Laufe der Zeit vielfältigen Zwecken. In der Zeit der Türkenbelagerung fanden 1683 z.B die Melker Bürger hier Zuflucht vor den anstürmenden türkischen Kriegsscharen. Während der Franzosenkriege, als das Stift Melk von etwa 1000 französischen Soldaten belagert wurde, sind diese auch in den Keller eingedrungen und sollen die stiftlichen Weinvorräte ausgetrunken haben. Aus dieser Zeit stammt auch der Eintrag in die Stiftschronik, dass Napoleon gesagt haben soll, in Melk seien die Weinkeller so groß, dass man darin vierspännig herumfahren könne. Im Zweiten Weltkrieg diente der Keller als Luftschutzbunker für die Melker Bevölkerung. Der große Barockkeller war bis in die 70er-Jahre des 20. Jahrhunderts Weinkeller und wurde dann nach der Verpachtung der stiftlichen Weinberge bis zu seiner Adaptierung als Veranstaltungskeller als Lagerraum verwendet, wo alles mögliche, vor allem im Zusammenhang mit der großen Stiftsrestaurierung, deponiert wurde und teilweise bis an die Decke gestapelt war. Der unter Jakob Prandtauer errichtete kleinere Teil des Kellers blieb bis zum Beginn des Umbaus 1998 Weinkeller bzw. wurde ein Teil auch bis 1965 als Kellerstüberl verwendet.

 

In den Jahren 1998 – 2000 kam es als Vorbereitung für die NÖ Landesausstellung 2000 zu Umbauten in beiden Kellerbereichen (Plan Baumeister Johann Kräftner). Eine steile Stiege wurde durch Einbau eines Aufzugs mit Ausgängen in die Ebene des Prandtauer-Kellers und in die unterste Ebene unterbrochen. Zur vorhandenen Stiege in diesen Keller wurde eine zweite auf der anderen Seite des Kellers eingebaut. Bei den Bauarbeiten fand man den alten Ausgang in den Prälatenhof, in den teilweis die heute neue Stiege eingebaut wurde. Der kleine Barockkeller unter der Prälatur führt zur Kaiserstiege. Im Zuge der Arbeiten 1998 – 2000 wurde dort über die vorhandene Eisgrube und durch den Felsen ein Gang gebaut bzw. geschlagen, der zu einem Aufzug in den Südtrakt des Stiftes führt. Diese Arbeiten brachten eine Restaurierung und Revitalisierung der Kellerräumlichkeiten. Im Jahr 2000 konnten sie somit einen Teil der NÖ Landesausstellung ›Die Suche nach dem verlorenen Paradies – Europäische Kultur im Spiegel der Klöster‹ beherbergen und werden seit 2001 für mannigfaltige kulturelle, haus- und schuleigene Veranstaltungen genutzt.

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