Sommerspiele Melk Xperiment – Pandemic Edition

6 Regisseur*innen, 6 Xperimente, 12 Abende – die Sommerspiele Melk präsentieren ein völlig neues Konzept für den Sommer. Mit dem „Sommerspiele Melk Xperiment – Pandemic Edition“ wird von 10. Juli bis 15. August 2020 ein ungewöhnliches Programm als künstlerische Antwort auf die Herausforderungen der vergangenen Monate und die neuen Rahmenbedingungen in der Wachauarena Melk über die Bühne gehen.

Alexander Hauer, Sebastian Klinser, Helena Scheuba, Andreas Stockinger im Duo mit Ursula Leitner und Lukas Wachernig werden sechs Wochen lang sechs Kurz-Produktionen inszenieren. Jede*r Regisseur*in – unter ihnen sowohl erfahrene als auch Nachwuchstalente – kreiert jeweils ein ca. 60-minütiges „Xperiment“, das freitags und samstags jeweils um 20:30 Uhr aufgeführt wird. Für die Proben stehen jedem*r Regisseur*in sowie dem Ensemble fünf Tage zur Verfügung. Am Programm stehen unter anderem Stücke von Hofmannsthal, Nestroy, Soyfer, Aristophanes und eine Rockoper.

Die inhaltliche Gestaltung der einzelnen „Xperimente“ ist den Regisseur*innen völlig freigestellt. Dennoch werden sie alle auf ihre eigene Weise – mal schwarzhumorig, mal nachdenklich, mal komödiantisch, in jedem Fall unterhaltsam – reflektieren, was die derzeitige Situation mit unserer Gesellschaft macht.

Herausforderungen sind auch immer wieder Katalysator für kreative Lösungen. Wir schaffen hier etwas völlig Neues, das mit den Sommerspielen Melk, so wie wir sie kennen, nicht vergleichbar ist. Denn es ist uns wichtig, auch unter den veränderten Voraussetzungen Kunst- und Kulturprojekte zu kreieren, die begeistern, überraschen und die Sehnsüchte des Publikums bedienen. Wir greifen die neuen Möglichkeiten auf, spielen mit ihnen, reagieren und agieren zugleich. So wollen wir auch in diesem Ausnahmenjahr dem Titel Melks als Kulturstadt gerecht werden.“, erläutert Alexander Hauer, Künstlerischer Leiter der Sommerspiele Melk.

 Wiebke Leithner, Geschäftsführerin der Wachau Kultur Melk, fügt an: „Als kultureller Nahversorger sehen wir es als unsere Aufgabe, unserem Publikum im Rahmen des Möglichen ein Kulturprogramm für den Sommer anzubieten. Gleichzeitig sind wir uns unserer Verantwortung gegenüber den Künstler*innen, unserem Team und unseren Partnern bewusst. Das Sommerspiele Melk Xperiment ist kein Ersatz für unsere Hauptproduktionen und auch keine Generallösung für die vielfältigen Problemstellungen, mit denen sich Kulturschaffende vor und hinter der Bühne derzeit konfrontiert sehen. Vielmehr ist dieses Projekt ein Versuch qualitativen Kulturgenuss unter fairen Bedingungen für alle Beteiligten zu schaffen.“

Die Besucher*innen erwarten auch organisatorisch einige Neuerungen und Überraschungen. So wird in diesem Jahr kein Gastrozelt aufgebaut. Um die Wahrung des Sicherheitsabstandes zu gewährleisten, werden in der Wachauarena anstelle der Tribüne, die normalerweise rund 560 Sitzplätze bietet, Sessel für 250 Zuseher*innen aufgestellt – die Platzierung kann bei jeder Produktion variieren. Denn die Die Stücke werden nicht (immer) auf der Bühne aufgeführt, sondern können den gesamten Raum der Wachauarena nutzen. Die Vorstellungen finden selbstverständlich unter Berücksichtigung aller vorgeschriebenen Maßnahmen statt.

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