Stiftskirche

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Der Höhepunkt der barocken Klosteranlage des Stiftes Melk ist die Stiftskirche. Sie sollte nach dem Willen des Abtes und des Konvents den religiösen Bezug der gesamten Anlage und ihre Orientierung auf Gott hin deutlich sichtbar machen. Ursprünglich war lediglich eine Barockisierung der Stiftskirche geplant. Ab 1701 entstand aber auf Betreiben Abt Berthold Dietmayrs und nach den Plänen Jakob Prandtauers ein völliger Neubau der Kirche. Es gelang, für die künstlerische Ausgestaltung die bedeutendsten Meister ihres Faches zu gewinnen: Antonio Beduzzi (Innenarchitektur, Skizzen für die Fresken), Johann Michael Rottmayr (Fresken, Altarbilder), Paul Troger (Altarbilder), Giuseppe Galli-Bibiena (Entwürfe für Kanzel und Hochaltar), Lorenzo Mattielli (Entwürfe für Skulpturen) und Peter Widerin (Skulpturen).

Die Stiftskirche präsentiert sich als mächtiger tonnengewölbter Saalbau mit Kapellennischen und Emporen sowie mit einer gewaltigen, 64 Meter hohen Tambourkuppel. Die prunkvolle Innenausstattung, reichlich mit Blattgold, Stuck und Marmor verziert, ist in den Farben Gold, Ocker, Orange, Grün und Grau gehalten. Ein wesentlicher Anteil daran geht auf Entwürfe und Anregungen des Theaterarchitekten Antonio Beduzzi zurück. Nach dessen Vorgaben schufen dann bodenständige Künstler die Ausführung. Die Deutung der Melker Stiftskirche ergibt sich aus der Inschrift am Hochaltar: „NON CORONABITUR NISI LEGITIME CERTAVERIT“ (Niemand wird gekrönt, der nicht rechtmäßig gekämpft hat).

Mit der Installierung des Volksaltares wurde dem 2. Vaticanum wie auch dem barocken Gedanken, Neues zu schaffen, gleichermaßen Rechnung getragen. Aus geometrischen Figuren, wie sie im Kircheninneren, v. a. im Boden, zu finden sind, konstruierte 1976 der Wiener Architekt Helmut Hütter inmitten der Vierung ein Podium für den Altartisch. Mit der Wahl der mit den Kirchenstühlen und den Bodenfliesen übereinstimmenden Formen gliederte er dieses eigenständige Objekt harmonisch in das barocke Gesamtkunstwerk ein.

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