Pfarrhof Melk

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Lage

Der Pfarrhof Melk liegt an prominenter Stelle des Ortskernes. Im Norden schließt seine repräsentative spätbarocke Fassade an den Hauptplatz an, östlich befindet sich der Kirchenplatz mit der Turmfront der Stadtpfarrkirche und im Süden stößt der an die Südwand von Remise und Osttrakt angeschüttete Pfarrgarten an den Bereich der ehemaligen Ortsbefestigung (in diesem Bereich ist nur mehr ein ehemaliger Mauerturm (der sog. "Postturm“) erhalten. Im Westen lehnen sich Gebäude des Nachbaranwesens an den Pfarrhof an.

Historische Überlieferung

Die Pfarre Melk war eine Gründung des Bistums Passau. Wohl schon im 11.Jahrhundert entstanden (1165 ist erstmals ein Pfarrer genannt) wurde die Pfarre von der Diözese Passau erst 1693 im Tausch an das Benediktinerstift übergeben. Eine erste sicher nachweisbare Kirche mit Pfarrrechten (Stephanskirche) stand auf dem Bergrücken östlich der Burg bzw. des Klosters (ab 1089). Der beschwerliche Weg zur Stephanskirche veranlasste wohl die Bürger des Marktes schon Ende des 13. Jahrhunderts eine Kapelle im Ort zu errichten, die um 1400  „Zu Ehren Unserer Lieben Frau“ geweiht wurde. 1450 schließlich begann man mit dem Bau der Kirche zur Himmelfahrt Mariä, der sich mit der Fertigstellung der Altäre bis 1481 hinzog. 1508 wurde sie zur Pfarrkirche erhoben, was wohl zur Folge hatte,dass ihre Vorgängerin, die Stephanskirche, allmählich verfiel und aufgegeben wurde,weshalb der genaue Standort bis heute nicht bekannt ist. Die Berichte zum Pfarrhof sind jedoch spärlich. 1313 verfügte Pfarrer Albrecht das „Haus auf dem Berg“ (heute aufgegangen im Anwesen Sterngasse 19) zur künftigen Nutzung als Pfarrhaus. Um 1575 ging es in den Besitz der Familie Springer über,woraufhin der Pfarrhof am jetzigen Standort, in Nachbarschaft der Pfarrkirche,gebaut worden sein soll. Ein großer Stadtbrand soll am 15. Februar 1548 den gesamtem Pfarrhof vernichtet haben. Dieses Ereignis müsste sich dann jedoch noch auf das Pfarrhaus in der Sterngasse 19 beziehen.Infolge der Inkorporation der Pfarre Melk wurde auch der Pfarrhof der Diözese Passau 1694 durch das Stift angekauft. Die Pfarrchronik bezeichnet ihn 1752 als einsturzgefährdet, woraufhin der Wiener Architekt Matthias Gerl mit dem Neubau beauftragt wurde. Am 3. Juni 1752 legte Abt Thomas Pauer den Grundstein und bereits im Herbst desselben Jahres war der Rohbau beendet. Ein Großbrand im Jahre 1847 zog auch den Pfarrhof in Mitleidenschaft, Schlimmeres konnte jedoch vermieden werden: Der Zimmerwärter von Luberegg und die Feuerspritze der Herrschaft Leiben retteten das Pfarrhaus. Der Brand vernichtete aber den Turm der Pfarrkirche samt Glockenstuhl.

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