Kolomanisaal

© Daniela Matejschek

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Der große, über zwei Stockwerke reichende ehemalige Konventsaal diente auch als Theater und als Studentenkapelle. Er ist durch Pilasterbündel und gemalte Kanneluren gegliedert, Wandteile, Supraporten und Nischen sind mit stein- und bronzefarbenen Ornamenten bemalt. Brustbilder österreichischer Regenten finden sich in einigen Fensterlaibungen der Nordseite.

Die Deckenwölbung des Saales hatte bereits 1719 Hippolyto Sconzani bemalt, doch war das Fresko 1738 dem Brand zum Opfer gefallen. Ab 1744 malte Gaetano Fanti, assistiert von seinem Sohn, die ovalen monochromen Legendenszenen der kartuschenförmig angelegten Architekturrahmung, für die Paul Troger 1745 sein letztes Melker Deckenbild schuf. Dafür nahm er das aus der alten Stiftskirche stammende Altarbild des Leopoldi -Altares als thematische Vorlage: Über einer Ansicht des Klosters vor dem barocken Umbau schweben auf Wolken die Stiftsheiligen Leopold, Koloman, Benedikt und die Apostelfürsten Petrus und Paulus. Sie empfehlen das Stift dem segnenden Gottvater. In der irdischen Zone blickt vom linken Rand des Bildes Markgraf Leopold I. mit einer Fahnenlanze auf der Schulter zu Leopold dem Heiligen auf.

Den ersten Babenberger begleitet ein Chorherr, eine Anspielung auf die Stiftstradition, nach der bereits unter Leopold I. ein Kollegiatsstift bei der Melker Burg errichtet wurde. Über der Gruppe schwebt – mit den Symbolen der Sense und der Sanduhr – Chronos. Gegenüber weist Markgraf Leopold II. auf das Kloster, um es Abt Sigibold von Lambach und seinen Benediktinern zu übergeben (1089). Am unteren Rand präsentieren die allegorischen Figuren der Architektur und der Fama, die den Ruhm des Bauherrn verkündet, einen Plan der neuen Klosteranlage. Zuunterst tragen Engel eine Kartusche mit dem Wappen des Stiftes, des Abtes Berthold Dietmayrs und des Auftraggebers für das Fresko Abt Adrian Pliemel.

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