Archiv: NIBELUNGEN

nach Friedrich Hebbel und dem Nibelungenlied
Melker Fassung: Hagnot Elischka, Alexander Hauer



Donauarena Melk
11. Juli – 14. August 2006
(18 Vorstellungen gespielt)

Liebe und Hass, Arglosigkeit und Betrug, Politik und Rache, Treue und Verrat, die Verwundbarkeit von unbezwingbar genannten Helden und die Zielstrebigkeit starker Frauen: der Aufstieg und Fall der Nibelungen spiegelt das Melker Leitmotiv "Macht und Ohnmacht – Suche und Versuchung" auf besonders drastische, zeitlose und somit überaus gegenwärtige Weise wieder.

Die Sage um den Drachentöter Siegfried und in Folge Kriemhilds Rache durchzieht Europa vom Norden über das Rhein- und Donautal bis nach Ungarn. Die Sommerspiele Melk 2006 präsentierten diesen spannenden Stoff aus der Sicht von Kriemhild und nahmen Bezug auf die in der Region spielenden Ereignisse des Sagenkreises. z.B. ist mit Rüdiger von Bechelarn (Pöchlarn) eine der tragischen Figuren in der Region verankert.

Emotionaler Ausgangspunkt ist der Betrug an den Frauen.
Die Summe von entschuld- oder erklärbar scheinenden Fehlverhaltens gebiert eine Katastrophe. Das Verschweigen, sei es aus Realpolitik oder Taktik bzw. persönlicher Unsicherheit, gewinnt immer mehr an Macht; das Verweigern von Recht lässt den letztlich krankhaft werdenden Wunsch nach Rache reifen. Intrige provoziert Verunsicherung auf höchsten Ebenen, scheinbar taktisch notwendige Schulterschlüsse stehen einer Deeskalationsstrategie entgegen. Die ausgetragenen Konflikte sind Spiegelbilder menschlichen Verhaltens - im Großen (hier Staatsgebilde) wie im Kleinen (Seelenkonflikte). Denn neben der mythologischen Aufgeladenheit sind die Figuren prallvoll von Sehnsüchten und gleichzeitig Unzulänglichkeiten, die im situativen Umgang auf der Bühne ihre Ventile suchen.

Melk – im Nibelungenlied "Medelicke" genannt – ist heute geografischer Brückenkopf der Kulturlandschaften Nibelungengau und Wachau.
Ensemble

Kriemhild -  Ursula Strauss
Brunhild -  Barbara Horvath
Siegfried, Etzel -  Erich Altenkopf
Hagen -  Gerhard Peilstein
Gunther -  Giuseppe Rizzo
Giselher -  Sebastian Pass
Volker -  Martin Bermoser
Hagnot Elischka
Rüdiger von Bechelarn -  Georg Bonn
Dietrich von Bern -  Anselm Lipgens
Gudrun -  Agnes Kammerer
Hunne - Hagnot Elischka 
Otnit, Etzels Sohn - Dominik Reiter/Benjamin Reiter
u.a.

Bassgitarre -  Martin Weismayr
Bassgitarre -  Martin Christoph Mondl

Inszenierung und Intendanz -  Alexander Hauer
Dramaturgie -  Hagnot Elischka
Bühne -  Judith Leikauf / Karl Fehringer 
Kostüme -  Susanne Özpinar
Maske -  Beate Lentsch-Bayerl
Musik -  Stefan Kupsa
Lichtdesign -  Dietrich Körner
Körpertraining -  Pascale Sabine Chevroton
Technische Koordination -  Leo Krempl
Grafikdesign -  Alfred Heindl

Regiemitarbeit -  Nadine Jessen
Regieassistenz -  Sebastian Golser
Regiehospitanz -  Constanze Schedlmayer
Kostümassistenz -  Moana Stemberger, Julia Klug
Abendmaske -  Doris Kendler, Bettina Trautenberger
Beleuchtung -  Johannes Dorrer, Martin Ilk, Karl Reiter
Ton -  Bernhard Sodek
Arenabetreuung -  Helmut Karner
Gastronomie -  Dominik Kadaravek & Team
Bühnenbau -  Renato Sobotta & Team, Fa. Hago, Daniel Sommergruber
Kostümanfertigung -  Werkstätten des Kostümhaus Wien
Produktionsleitung -  René Bein, Christa Hochegger
Marketing -  Brigitte Kobler
Presse -  Patricia Tatzber
Büro -  Eveline Wurzer, Ramona Marchart, Christina Hartig, Petra Hochgatter, Claudia Mann, Katharina Spielleuthner
Praktikum -  Gabriel Kammerer, Lukas Wedl, Julia Zeilinger

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