Archiv: CASANOVA

Autor: Paulus Hochgatterer
Auftragswerk der Sommerspiele Melk


Donauarena Melk
Juli – August 2008

Casanova – ein Tausendsassa, ein Held seiner Zeit. Vielfältig war sein Leben: Er wurde von der Inquisition eingekerkert, von Päpsten, Kaisern und Königen empfangen und übte unzählige Berufe aus. Vor allem anderen aber war ein Virtuose der Sinne mitten im Zeitalter des lustvollen Lebens und der Revolution. Er war ein ewig Reisender. Einer seiner Wege führte ihn sogar einmal nach Melk, wo er in der "Alten Post" übernachtete. Somit ist Casanova 2008 nicht zum ersten Mal Gast in Melk, sondern sozusagen ein Wiederholungstäter.

Heutzutage kennt man ihn großteils als Frauenheld. Womit wir auch schon bei Casanovas Dilemma angekommen wären: bis heute wird er völlig auf die Rolle des großen Verführers reduziert und somit seiner Vielschichtigkeit beraubt. Und genau diese wird in der Inszenierung der Sommerspielen Melk beleuchtet.

Plot:
Casanova - Giacomo brennt.
Vor allem brennt er für zwei Leidenschaften - die Frauen und das Schreiben. Wäre nun Casanova die letzte Seele im Fegefeuer und würde dieses abgeschafft, stellt sich die Frage: Wohin mit Casanova? In den Himmel oder doch lieber in die Hölle? Um eine Entscheidung zu treffen, erhält man Einblicke in Casanovas Leben und das seiner Zeitgenossen.

‚CASANOVA oder Giacomo brennt’ kann als Komödie aufgefasst werden. Das Stück ist angelehnt an die Tradition der commedia dell’ arte, der Comédie Française und beinhaltet Elemente des klassischen Volksstückes.

 

Ensemble

Casanova – Günter Franzmeier

Henriette – Barbara Horvath

Lucrezia – Martina Spitzer

Leonilda – Pippa Galli

Feldkirchner – Markus Kofler

Der Herr – Sebastian Pass

Mozart / Toypiano – Ingo Beck

Madame Pompadour – Michelle Steiner

Katharina die Große – Verena Leitner

Benjamin Franklin – Tom Rotsch

Voltaire – Lothar Jansky

Robespierre – Ethem Saygieder

Da Ponte – Patrick Martin

Moliére – Leo Schörgenhofer

Der Weimarer / Goethe – Wolfgang Ciechanowiski

 

Inszenierung und Intendanz: Alexander Hauer

Bühnenbild – Judith Leikauf / Karl Fehringer

Kostüme – Susanne Özpinar

Musik – Matthias Bauer

Dramaturgie – Hagnot Elischka

Choreografie – Marlene Wolfsberger

Maske – Beate Lentsch-Bayerl 

Lichtdesign - Dietrich Körner

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