Die Festspiele

Künstlerische Leitung

Alexander Hauer

Alexander Hauer

Die Sommerspiele Melk haben sich unter der künstlerischen Leitung von Alexander Hauer bundesweit zu einem herausragenden Spielort für Uraufführungen großer Stoffe bzw. zeitgemäßer Klassikeradaptionen etabliert. Seit 2002 wurden neun von Hauer in Auftrag gegebene Werke uraufgeführt, er holte namhafte Autoren wie Susanne Wolf, Karl Ferdinand Kratzl, Paulus Hochgatterer, Franzobel und Dimitré Dinev nach Melk.

Mit seinen hochgeistigen und pointierten Inszenierungen schafft es Alexander Hauer Jahr für Jahr sein Publikum zu begeistern und  seine Stücke in einem klaren Bezug zum „Genius Loci“, also zum geistigen Klima des Spielortes, zu setzen.

Darüber hinaus setzte Hauer 2010 das Format der Musikrevue als kontrastreiche Ergänzung zu den hochliterarischen Stoff-Bearbeitungen auf den Spielplan. Hier entwickelte er eine einmalige theatrale Form durch den unüblichen Wegfall von Dialogen in der musikalischen Erzählstruktur.

Dramaturgie

Dramaturgie 2017

Große Themen, zeitgenössische Annäherung - Unverwechselbarkeit in Dramaturgie und Setting

 

Schon 2014 wurde die BARTHOLOMÄUSNACHT als Thema der Sommerspiele Melk 2017, dem „Thesenanschlagsjahr“, festgesetzt – mit berücksichtigend und ahnend, dass sich gesellschaftspolitische Fragestellungen, die sich in diesem Stoff widerspiegeln, möglicherweise verstärken werden.

Zugleich greift der Stoff auch in der Region verankerte historische Bezüge auf, die aus dem Bewusstsein beinahe verschwunden sind.
Diesen Religionskonflikt als Ausgangspunkt für gesellschaftspolitische Fragestellungen vor der Kulisse des Stiftes Melk auf die Bühne zu bringen, birgt spezifische Bezugspunkte und Brisanz.

Gesellschaftspolitische Fragestellungen voll aktueller Brisanz
• In welchem Verhältnis steht Religion zur Rechtsstaatlichkeit?
• Inwieweit spiegelt Religion humanistische Ziele und umgekehrt?
• Wie wird Religion zum politischen Machtinstrument?
• Wann wird Religion zum Spielball der Politik, wann deren Instrument?
• Radikalisierung durch indoktrinierte Gesellschaften versus eine Gesellschaft ohne Spiritualität / Humanismus
• Welche Vielfalt verträgt eine Gesellschaft?
• Puritanismus versus Dekadenz
• „Geniestreich des Satans“ – eine Schlagzeile 2017, denn Trumps Baptistengeistlicher bezeichnete     so die Katholische Kirche. Nur eine von vielen, alltäglichen Headlines, die es zu reflektieren gilt
• Der Stau der Aggression –was ist der explodierende Funken?
• Wie entsteht ein Volksfuror? Aus welchem Grund folgen die Massen dem Aufruf zum Massenmord, zum Pogrom?
• Welche Wege findet eine Gesellschaft aus diesem Furor zu einem lebbaren Miteinander?
• Welche Vielfalt braucht eine Gesellschaft?
• Der utopische Weg zur Toleranz

Geschichte

Traditionsreichstes Theaterfestival Österreichs

1961 gegründet sind die Sommerspiele Melk eines der traditionsreichsten Theaterfestivals Österreichs und weisen die längste ununterbrochene Spielserie in Niederösterreich auf. War der Spielort zu Beginn noch vor dem Gartenpavillon des Stift Melk – das erste Stück war übrigens William Shakespeares „Was Ihr wollt“ – bietet die Wachauarena Melk seit 2000 seinen Besuchern eine unvergleichliche Kulisse. Seit mehreren Jahren verfolgen die Sommerspiele Melk eine zusammenhängende inhaltliche Ausrichtung, die Stücke stehen klar im Bezug zum „Genius Loci“, dem geistigen Klima des Spielorts. Die Aufführungen bekommen durch die im Bühnenhintergrund präsente und einmalige Kulisse des Weltkulturerbes Stift Melk einen einzigartigen Rahmen der besonderen Art.

Seit 2010 werden die hochliterarischen Stoff-Bearbeitungen durch die beliebte Musikrevue ergänzt.

Mein Besuch

0 Einträge Eintrag

Voraussichtliche Besuchszeit

Liste senden